Eine ausgestreckte Hand schlägt man nicht aus. Die Absage des Spitzentreffens bei Bundesgesundheitsminister Rösler durch die Länder-Gesundheitsminister mit SPD- und Linke-Parteibuch ist ein Affront, der nicht zu entschuldigen ist.

Der Ärztemangel, insbesondere in den dünnbesiedelten Gebieten von Sachsen-Anhalt, ist ein Problem, das unabhängig von kleinkarierter Parteipolitik gelöst werden muss. Es geht um Menschen, und dabei vor allem um alte und kranke. Die brauchen dringend Hilfe.

Die SPD-Gesundheitsminister haben sicher ihre Probleme mit einigen Zielen von Rösler, so mit der Kopfpauschale. Das darf aber kein Grund sein, einer Diskussion über die Gesundheitspolitik auszuweichen. Das Spitzentreffen wäre eine Möglichkeit gewesen, dem obersten Gesundheitspolitiker die Meinung zu sagen und zugleich nach Lösungen zu suchen. Schade, eine vertane Chance. (Politik)