Auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass Klinsmann in München entlassen wurde. Nun steht der FC Bayern im Finale der Champions League. Es kommt einem vor, als läge fast eine Steinzeit dazwischen. Zumindest international ist nur noch herzlich wenig von jenem kaltblütigen und oft drögen 1:0-Ergebnisfußball zu spüren.

Die neuen Bayern, sie spielen nicht nur begeisternd auf und stehen vielleicht sogar vor dem erfolgreichsten Jahr ihrer Vereinsgeschichte. Nein, plötzlich begeistern sie mit ihrer mitreißenden Art auch die Massen. Ganz zu schweigen von den Zirkusstücken solcher Unterhaltungskünstler wie Robben und Ribery.

Natürlich, die Münchner polarisieren seit jeher. Sie spalten Kicker-Deutschland quasi in Bayern-Freunde und Bayern-Feinde. Doch in diesem Mai 2010 können sie mehr gewinnen als im Idealfall, drei Titel. Sie können die Herzen und die Sympathien vieler Fußball-Fans hierzulande im Sturm erobern. (Sport)