Der sachsen-anhaltische Landesvorstand der Linken hat Wulf Gallert als Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2011 vorgeschlagen. Das überrascht nicht, denn der 46-Jährige ist schon seit langem die unangefochtene Nummer eins in der Partei. Die offizielle Kür im Juni dürfte nur noch reine Formsache sein.

Was ist von Gallert zu erwarten? Der Parteistratege wird die Linke weiter auf einen realistischen Politikkurs trimmen. Der Pragmatiker weiß nur zu genau, dass die finanziellen Spielräume des hochverschuldeten Landes sehr begrenzt sind. So sagt er bereits jetzt, dass es auch mit einer Linken in Regierungsverantwortung etwa zu einem Personalabbau im öffentlichen Dienst kommen wird. Somit weckt Gallert keine Erwartungen, die er später enttäuschen muss. Und er reißt keine Brücken zur SPD ein. Die nämlich braucht er, um überhaupt in die Regierung zu kommen. (Seite 1/Sachsen-Anhalt)