Auf ein Konjunkturtal folgen zwei Berge: Mit der Wirtschaft geht es nach oben und erst einmal auch mit den Arbeitslosenzahlen. So hätte es eigentlich, allen bisherigen Erfahrungen nach, sein müssen. Und so wurden dramatisch anmutende Zahlen errechnet und düstere Szenarien gemalt.

Bisher trotzt der Arbeitsmarkt diesen Prognosen. Zuerst haben die Unternehmen ihr Fachpersonal mit Hilfe von Kurzarbeit gehalten, jetzt stellen sie schon wieder ein. Das spüren zunächst die Personaldienstleister, die wieder munter Leute verleihen. In dieser sensiblen Phase, in der sich Auftragsbücher langsam füllen, aber noch niemand sicher sein kann, ob von Vulkanstaubwolken, aus Griechenland oder von anderswo Turbulenzen drohen, wollen Firmen flexibel bleiben. Vorsicht ist eben nicht nur die Mutter der Porzellankiste. Ein bisschen Optimismus kann man sich nun aber auch mal leisten. (Seite 1/Wirtschaft)