Zum letzten Mal hieß es gestern in deutschen Kasernen nach einem knappen, aber geschulten Blick des "Kammerbullen" – "passt!". Die Zeit der Wehrpflicht in Deutschland ist zu Ende.

Und die wenigsten – sieht man einmal von Sozialeinrichtungen ab, die ein Großteil ihrer Arbeit über Ersatzdienstler geleistet haben – dürften wohl dem gesetzlichen Waffendienst nachtrauern. War doch zumeist nach den Wochen der Grundausbildung "Gammelzeit" (West) oder "Sackmachen" (Ost) angesagt.

Die neuen Aufgaben der Bundeswehr nach dem Ende des Kalten Krieges und den neuen Anforderungen durch immer mehr Auslandseinsätze – bis hin zum Krieg in Afghanistan – verlangten nach neuen Strukturen. Längerdienende sind gefragt, die sich freiwillig auch für Einsätze mit UN-Mandat an den Brennpunkten dieser Welt melden. Wehrdienstleistende sind dabei eher hinderlich.