British Petroleum und der staatliche Rosneft-Konzern machen bei der Gas- und Ölförderung gemeinsame Sache. Die gegenseitige Firmenbeteiligung folgt pragmatischen Erwägungen. Die Russen bekommen Zugang zu westlicher Fördertechnologie, die Briten zu riesigen, noch unberührten Rohstoffvorkommen in Taiga, Tundra und Nordpolarmeer.

Für BP ist das Zusammengehen mit Rosneft zugleich eine Überlebensfrage. Nach der Explosionskatastrophe auf der Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko musste BP bisher mehr als 40 Milliarden Dollar für Schadenersatz und Kompensationsmaßnahmen ausgeben, vom gewaltigen Imageschaden ganz zu schweigen. An der Börse drohte BP zum Übernahmekandidaten zu werden. Plötzlich gibt es zur Rettung auch noch die Lizenz zum Gelddrucken dazu. Wenn das mal kein richtig gutes Geschäft ist. (Wirtschaft)