Die deutschen Adler, das lässt sich bereits zur Halbzeit der 62. Vierschanzentournee feststellen, sind im zwölften Jahr nach dem letzten Gesamtsieg von Sven Hannawald weiter im Sinkflug.

Dass der bestplatzierte Deutsche nach den zwei Heimspringen nur auf Rang elf zu finden ist, ist schon enttäuschend genug. Was einen aber mehr mit Sorge denn mit Vorfreude auf die ausstehenden Springen in Österreich sowie die Olympischen Spiele in Sotschi blicken lässt, ist etwas anderes: Momentan ist ja nicht einmal ein "Ein-Tages-Flieger" in Sicht, der mit guter Form und etwas Glück zumindest einmal auf dem Podest landen kann.

Dennoch, es gibt etwas, das für ein wenig Thermik unter den lahmen Flügeln der Deutschen sorgen könnte - und das ist das Beispiel der Österreicher: Die wurden vor Beginn der Tournee totgesagt. Und siehe da, sie leben nicht nur länger, sondern fliegen unbeschwert vom Druck, siegen zu müssen, weiter als die Konkurrenz.