Es ist gar nicht lange her, da wurde der deutschen Solarwirtschaft angesichts der vielen Mega-Pleiten ein schnelles Ende vorausgesagt. Mit Q-Cells oder Solarworld brennt zumindest bei einigen Totgelaubten trotz gewaltiger personeller und finanzieller Aderlässe immer noch Licht. Ob das ein gutes Zeichen ist, kann man derzeit nicht seriös beurteilen. Auf den internationalen Märkten hält der Preisverfall für Solarmodule an. Auch weiß niemand, ob die Produktion beispielsweise bei Q-Cells eines Tages nicht doch vom koreanischen Eigentümer von Bitterfeld komplett ins Ausland verlagert wird.

Nichtsdestotrotz haben die einstigen Branchenpioniere eine Perspektive. Ihnen muss es aber gelingen, durch den Einsatz neuer Technologien die Produktionskosten weiter zu senken. Und sie müssen Solarsysteme anbieten, die neben der reinen Energieerzeugung den gewonnenen Strom vor Ort speichern und jederzeit abrufbar machen. Das würde manch zusätzlichen Kaufanreiz schaffen - und Auftragsbücher füllen.