Cristiano Ronaldo ist also der "Beste Fußballer der Welt". Am Montag erhielt der Portugiese den "Ballon d\'Or". Franck Ribery von Triple-Sieger Bayern München ging dagegen leer aus - diesmal. Erst Anfang Dezember wurde der Franzose Fußballer des Jahres in seinem Heimatland, kurz vor dem Jahreswechsel wurde Ribéry als bester Akteur der Club-WM geehrt.

Auszeichnungen und Wahlen zur Jahreswende erleben seit Jahren einen nicht abebbenden Boom. Übrigens nicht nur im Sport. Die Inflation an Preisen macht es schwer, den Überblick zu bewahren. Beste Mannschaft, bester Torwart, bester Feldspieler, bester Torschütze. Immer häufiger fragt sich der Fan: Wer wählt da eigentlich wen? Und warum?

Bei vielen "Awards" geht es oft darum, einen Sponsor mit prominenten Gesichtern ins Bild zu rücken. Der "Ballon d\'Or" hebt sich wohltuend ab, wenn die Zeremonie auch etwas steif daherkam. Und welche Bedeutung die Kür zum "Weltfußballer des Jahres" hatte, zeigten spätestens die Tränen des Egomanen Cristiano Ronaldo. Denn es ist eine Wahl von Fußballern für Fußballer.