Die Lage der Windenergie-Firma Prokon ist äußerst ernst. Immer mehr Anleger ziehen ihr Geld ab. Für ein Unternehmen, das das Vertrauen der Kapitalgeber verliert, wird das zu einem Riesenproblem. Eine Insolvenz ist nicht mehr ausgeschlossen. Umso unverständlicher ist, dass Prokon sich vor der Öffentlichkeit abschottet und hinter allem und jedem eine Kampagne gegen sich wittert. Einiges mag stimmen, anderes nicht. Prokon hat nur eine Chance, Klarheit in die Sache zu bringen. Das Unternehmen muss jetzt offenlegen, wie es um seine finanziellen Verhältnisse wirklich bestellt ist. Es geht in dem Fall nicht um Peanuts, sondern um mehr als eine Milliarde Euro. Geld, das nicht nur von Zockern kommt, sondern beispielsweise auch von vielen gutgläubigen Rentnern, für die ein Teil ihrer Altersvorsorge auf dem Spiel stehen könnte.

Eines hat Prokon mit Sicherheit geschafft: Geldanlagen in grüne Projekte in Misskredit zu bringen. Daran wird die Branche noch schwer zu tragen haben.