Laut einer aktuellen BP-Studie werden auch in zwanzig Jahren Erdöl, Kohle und Gas weltweit die wichtigsten Energiequellen sein. Der CO2-Ausstoß steigt noch einmal um 39 Prozent. Das ist keine Überraschung. Neue Funde und Fördermethoden machen fossile Brennstoffe noch lange bezahlbar. Auch der weltgrößte Investor in erneuerbare Energie, China, kann seine Wachstumsgeschwindigkeit nicht mit sauberer Energie halten, sondern treibt sie durch schmutzige Verbrennung an.

Verlorene Illusionen: Europa wird diese Entwicklung nicht beeinflussen können. Deutschlands teure Energiewende ist als Beitrag zum Klimaschutz global bedeutungslos. Auch deshalb setzt die EU bei CO2-Reduzierung nicht mehr so stark auf die teure erneuerbare Energie und hat die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie im Auge. Weltweit würden Investitionen in effiziente Verbrennungstechnologie, CO2-Verpressung und Kernenergie mehr zum Klimaschutz beitragen als Solaranlagen und Windräder.