Mit dem Thesen-Papier der CDU ist der Tierschutz nun endgültig wieder in den Fokus der Politik gerückt. Denn die Union hat es sich offenbar zum Ziel gesetzt, das Thema nicht allein den Grünen in der Opposition zu überlassen. Abzuwarten bleibt jedoch, ob die Debatten im Landtag am Ende tatsächlich echte Veränderungen zum Wohl von Haus- und Nutztieren mit sich bringen.

Denn so aufrichtig es die CDU auch mit dem Tierschutz meinen mag - sie riskiert, ihre Wähler unter den Landwirten zu verprellen. Die Union könnte allerdings auch Sympathien ernten, indem sie nicht immer nur auf Vorstöße reagiert, sondern agiert - und sich dabei auch gegenüber Vorschlägen von Bürgern offen zeigt.

Um ein Mehr an Tierschutz zu erreichen, bedarf es jedenfalls einer sachlichen Debatte. Insofern sollten sich die Grünen überlegen, ob es sich nicht lohnt, erst einmal mit einer nun diskussionsfreudigen CDU zu sprechen, bevor sie Massentierhaltung im Internet anprangern.