Zwei Welten prallen beim ADAC aufeinander: Hier ist der Verein, der seine Mitglieder aus der Not am Straßenrand rettet und dafür überall Dankbarkeit erfährt. Und dort ist der Konzern, der mit seinen Wirtschaftsunternehmen mehr als eine Milliarde Euro umsetzt. In jener Sphäre gilt es als normal, wenn ein hochrangiger Manager mit dem Hubschrauber zum Termin eilt. Es war jedoch ein ehrenamtlicher Vereinsvorsitzender, dem kein anderes Fahrzeug schnell genug war. Und es war ein Rettungshubschrauber, den er zweckentfremdete. Diagnose: abgehoben.

Die Kombination aus Gemeinnützigkeit und Geschäftstüchtigkeit hinterlässt ein ungutes Gefühl. Beispiel Fernbusse: Der ADAC war es, der als Lobby der Reisenden für die Freigabe des Marktes warb. Als das Monopol der Bahn fiel, stieg er prompt in das Geschäft ein und verdient nun daran.

Die meisten Mitglieder bleiben dem Club treu, wegen der zuverlässigen Pannenhelfer. Doch der gelbe Lack ist angekratzt.