Erstmals hat Edward Snowden durchblicken lassen, dass die NSA nicht nur Bürger ausforscht, sondern auch Wirtschaftsspionage betreibt. Angesichts der technischen Möglichkeiten des US-Geheimdienstes wäre es auch kein Wunder, wenn sich dieser Vorwurf wie so viele andere weiter erhärtet.

Und mit Blick auf die lange Liste der Verfehlungen, die sich die Amerikaner ganz offenkundig gegenüber ihren Verbündeten und Freunden leisten, stellt sich einmal mehr die Frage, ob die Leisetreterei der Bundesregierung gegenüber Präsident Barack Obama noch angemessen ist.

Möglicherweise hofft Kanzlerin Angela Merkel ja noch darauf, Obama ein umfassendes Abkommen gegen Spionage abringen zu können. Aber sollte sich die US-Regierung auch hier sperren, wäre es Zeit für eine härtere Gangart gegenüber dem neugierigen Freund. Und die könnte darin bestehen, Edward Snowden nach Deutschland zu holen und aussagen zu lassen.