Man muss kein Handball-Prophet sein, um Frankreich als Top-Favoriten der heute beginnenden Weltmeisterschaften zu sehen. Schließlich war die glorreiche "Equipe tricolore" die letzten drei Jahre ein Muster an Beständigkeit.

Ganz im Gegensatz zum deutschen Team. Nach dem Triumph bei der Heim-WM 2007 war bei den "Brand-Männern" das Feuer genauso schnell verloschen, wie der Lorbeer welkte. Bis der Champion bei der EM im Vorjahr vollends in Sack und Asche ging. Um den Deutschen nach diesem Debakel, dem noch immer nicht vollendeten Umbruch und den durchwachsenen Ergebnissen in der WM-Vorbereitung mehr als Außenseiterchancen einzuräumen, ist die Verunsicherung viel zu groß.

Und so ist das DHB-Team gut beraten, nicht dem Traum nachzuhängen, plötzlich wie Phönix aus der Asche wieder aufzusteigen. Thermik ist gerade bei einer WM nicht zu erwarten, eher Gegenwind. (Sport)