Mit der Abschaffung des Einheitsbeitrages in der gesetzlichen Krankenversicherung ab 2015 kommt die Koalition einer Forderung vieler Krankenkassen nach. Sie bekommen ihre Finanzautonomie zurück, wenn sie wieder selbst den Beitragssatz festlegen dürfen wie bis zum Jahr 2008. Und der Wettbewerb zwischen den Kassen wird wieder an Fahrt gewinnen. Er war seit Einführung des Einheitsbeitrages, der jährlich von der Bundesregierung festgelegt wurde, fast zum Erliegen gekommen. Die Kassen unterschieden sich höchsten noch darin, welche Zusatzleistungen sie im Angebot hatten.

Ungewissheit dürfte für viele Beitragszahler die Zukunft bringen, wenn gleichzeitig der Arbeitgeber-Anteil auf 7,3 Prozent eingefroren wird und statt pauschaler Zusatzbeiträge einkommensabhängige erhoben werden dürfen. Wer kann, der wechselt bei Beitragsaufschlägen zu einer preiswerteren Kasse. Die Front der Kassen wird sich damit weiter lichten, der Druck zu sparen auch bei den Kassen größer.