SPD-Spitzenkandidat Bullerjahn hat mit dem Vorstoß, das Kultusministerium für die Sozialdemokraten zu beanspruchen und mit dem Kirchenmann Dorgerloh zu besetzen, einen Fehler gemacht.

Erstens: Der Wähler bringt nur wenig Verständnis dafür auf, wenn eine Partei bereits vor der Landtagswahl um Ministerien und Posten schachert. Die Kraftmeierei überrascht auch deshalb, weil die SPD in Meinungsumfragen weiter schwach ist.

Zweitens: Bullerjahn, der eine Fortsetzung der CDU/SPD-Koalition präferiert, hat die Union völlig ohne Not provoziert. Das macht eine seriöse Bildungsdebatte fast unmöglich. Die Reaktionen aus der Union belegen, dass die Diskussion jetzt ins Polemische abgleitet.

Drittens: Bullerjahn hat den in der CDU umstrittenen Dorgerloh in die Schusslinie gerückt. Mal sehen, ob dieser den Gegenwind aushält.