Die "Pille danach" kann Frauen helfen, eine zermürbende Situation zu vermeiden: die Entscheidung über eine Abtreibung. Politiker sollten ihnen dabei nicht unnötig Steine in den Weg legen. Momentan ist das noch der Fall. Wenn eine Frau aus einem abgelegenen Dorf Freitagabend feststellt, dass die Verhütung versagt hat, bleiben ihr zwei Möglichkeiten: Am nächsten Tag in eine Stadt mit ärztlichem Notdienst fahren oder hoffen, dass nichts passiert ist. Besonders Minderjährige entscheiden sich wohl aus Angst vor den Eltern und mangels Führerscheins eher für Letzeres. Zwar darf auf eine Beratung nicht verzichtet werden. Doch wenn sich die Apotheker in der Lage sehen, diese zu übernehmen, sollte man ihnen das auch zutrauen.

Eine Aufhebung der Rezeptpflicht darf allerdings nur unter Bedingungen erfolgen. So muss sichergestellt werden, dass sich das Medikament niemand auf Vorrat als günstigen Ersatz für die Antibabypille kauft.