Wieder einmal hat die Opposition in der Ukraine versagt. Die Empörung gerade der jungen und gut ausgebildeten Ukrainer nach dem Russlandschwenk des Wahlbetrügers Wiktor Janukowitsch hätte zu einem konstruktiven politischen Aufbruch führen können. Selbst ernannten Oppositionsführern wie Vitali Klitschko oder auch Julija Timoschenko ist es aber nicht gelungen, diese frisch politisierten Gruppen hinter sich zu bringen. Es ist ihnen nicht gelungen, neue politische Aktivisten zu integrieren, sich auf ein Programm und eine Person zu einigen und mehrheitsfähig zu werden. Schon im kommenden Jahr stünden Wahlen an. Stattdessen zogen sie mit maßlosen Forderungen in die Sackgasse Maidan und sahen zu, wie sich die Jugend dort zunehmend radikalisiert hat, weil sie in der Politik keine glaubwürdigen Vertreter findet. Höhepunkt der Verantwortungslosigkeit: Klitschko ruft zum Widerstand auf. Die EU sollte sich hüten, einseitig auf solche "Oppositionsführer" zu setzen.