Wer süchtig nach blinkenden Automaten ist, der kann sich selten selbst helfen. Er braucht Unterstützung. Einen sinnvollen Beitrag dazu hat das Land mit seinem verschärften Spielhallengesetz geleistet. Einlasskontrollen und das Recht für jeden Spieler, sich sperren zu lassen, legen die Hürden für Süchtige höher. Auch verpflichtende Schulungen für Spielhallenpersonal machen Sinn. Doch was nutzt die beste Schulung, wenn niemand das Gelernte anwendet? Das ist jedenfalls zu befürchten. Schließlich schneiden sich Betreiber ins eigene Fleisch, wenn ihre Mitarbeiter einen Goldesel nach dem anderen vor die Tür setzen.

Besuche vom Ordnungsamt mögen zwar zur Einhaltung von Einlasskontrollen erziehen. Doch um herauszufinden, ob auffällige Spieler konsequent angesprochen werden, müsste sich der Besucher schon ein Weilchen in die Ecke setzen. Bleibt zu hoffen, dass die Betreiber das Gesetz als Chance nutzen, ihren angekratzten Ruf zu verbessern.