Der ADAC will sich nun auch von seinem Geschäftsführer Obermair trennen. Das überrascht nicht wirklich. Obermair war in die Kritik geraten, weil er nach den ersten Berichten über die Manipulationen beim Autopreis "Gelber Engel" die Journalisten öffentlich überaus hart attackiert und Fälschungen ausgeschlossen hatte. Spätestens nach dem Aus für ADAC-Präsident Meyer war klar, dass auch Obermair seinen Posten räumen muss.

Die personellen Konsequenzen an der Spitze des Automobilclubs zeigen, dass der krisengeschüttelte ADAC einen wirklichen Neuanfang wagt. Das ist ein wichtiger Schritt, um wieder Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Doch damit allein ist es nicht getan: In den nächsten Monaten wird es darum gehen, ob sich der ADAC von einzelnen Tochterfirmen trennt, die etwa Autovermietung oder verschiedene Versicherungen anbieten. Der Automobilclub sollte sich wieder auf sein erfolgreiches Kerngeschäft konzentrieren. Das ist und bleibt die Pannenhilfe.