Der Limburger Bischof Franz Peter Tebartz van Elst und sein Vorgesetzter Joachim Kardinal Meisner in Köln haben viel gemeinsam. Beide haben eine sehr eigenwillige Art, mit Geld umzugehen: Der Jüngere im alten Stil der Medici, der Ältere nach Art moderner Steuervermeider. Beide sind erzkonservativ und verdanken ihre kirchliche Stellung den erzkonservativen Vorgängern von Papst Franziskus. Und beide haben den Kontakt zur katholischen Basis schon lange verloren.

Aufatmen in Limburg. Aufatmen in Köln. Die beiden aus der Zeit gefallenen Bischöfe sind nicht mehr im Amt. Niemals hätten sie ein Papier verfasst, wie es jetzt die katholische deutsche Bischofskonferenz zusammen mit der EKD veröffentlich hat: Moderne Thesen zur Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik. Auf Meisner folgt möglicherweise der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki. Auch ein konservativer, aber nicht von der primitiven Art eines Menschen, der sich selbst "Wachhund Gottes" nennt.