Diese Niederlage tut Robert Stieglitz weh. Verdammt weh sogar. Der einst "unbekannte Weltmeister" wollte seiner Karriere vor heimischer Kulisse die Krone aufsetzen. Es ist, ob Fehlurteil oder nicht, gründlich schiefgegangen. Der Sportler Stieglitz muss damit leben.

Und er kann es, denn diese Niederlage bedeutet für ihn nicht das Ende. Der alte Slogan "They never come back" (sie kommen nie zurück) passt einfach nicht zu einem Kämpfer wie Stieglitz. Er ist immer noch ein Weltklasse-Boxer. Das hat ihm auch die Konkurrenz aus dem Abraham-Clan ausdrücklich bescheinigt. Es kommt jetzt darauf an, die richtigen Lehren aus der Schlacht von Magdeburg zu ziehen. Wie das gehen kann, hat ausgerechnet sein Bezwinger bewiesen: Nur elf Monate nach seinem persönlichen Debakel ist "King Arthur" wie Phönix aus der Asche auf den Thron zurückgekehrt. Wenn Robert Stieglitz es ähnlich anstellt, kann ihn Abraham nicht aus dem Weg gehen. Dann wird es über kurz oder lang ein viertes Duell der beiden geben.