Die deutliche Mehrheit im Bundestag, der Beifall von den Opferverbänden, die zustimmenden Reaktionen aus allen Kreisen der Bevölkerung lassen den Schluss zu, dass mit Roland Jahn ein würdiger Nachfolger im Amt von Marianne Birthler und Joachim Gauck gefunden worden ist. Dass es sich bei dem neuen Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen um einen ehemaligen politischen Häftling handelt, freut besonders die Opfer.

Auf seiner Vergangenheit kann sich der einstige DDR-Bürgerrechtler aber nicht ausruhen. Die Aufarbeitung der Stasi-Hinterlassenschaft ist noch lange nicht am Ziel. Zwei wichtige Aufgaben für Jahn: Die Akten dürfen nicht im Bundesarchiv verschwinden, wie von manchen gewünscht, und die Aufklärung der Stasi-Verstrickungen von West-Bürgern muss intensiviert werden.

Übrigens: An der Wahl Jahns sollte sich der Landtag von Sachsen-Anhalt ein Beispiel nehmen.