Die CDU will nicht die Prügel abbekommen für die unpopulären Grundschulschließungen. Unter dem Begriff "Schulverbund" hält sie kleine Standorte nun doch wieder für möglich - allerdings nicht jetzt, sondern erst in einigen Jahren. Dass die CDU damit die Kritiker - auch an der eigenen Basis - zufriedenstellt, ist unwahrscheinlich. Zu viele Fallstricke lauern, wie offenbar auch die Parteiführung gemerkt hat. Eine für Mittwoch angekündigte Pressekonferenz ist hastig vertagt, die Grundschulen werden jetzt Thema im CDU-Landesvorstand und damit Chefsache.

Das Hauptproblem der Partei ist die drohende Ungleichbehandlung. Wenn die CDU in einem Schulverbund Kleinst-Standorte für sinnvoll hält - warum dann erst in einigen Jahren? Kann sie zusehen, wie eine Mini-Schule im Sommer 2014 geschlossen wird, wenn sie ein Gegenrezept dafür schon in der Schublade hat? Lange hat sich die CDU zurückgelehnt und den Koalitionspartner machen lassen. Das ist jetzt vorbei.