Zweifellos ist es eine gute Nachricht, dass K+S in seinen Standort in Zielitz rund 20 Millionen Euro für eine neue Produktionsanlage investiert. Denn das Unternehmen dokumentiert damit die Zuversicht, dass sich der Salzabbau dort auch in den kommenden Jahren lohnt.

Dennoch drohen auch für den Standort Zielitz unruhige Zeiten, denn wenn sich die Preise für Kali-Produkte auf dem Weltmarkt nach den Turbolenzen nicht weiter erholen, wird die Firmen-Zentrale zu Einschnitten gezwungen sein. Was eben auch heißen kann: Personalabbau. Nichtsdestotrotz besteht mit Blick auf das Werk Zielitz noch kein Grund zur Panik. Das Kalisalz lässt sich hier vergleichsweise günstig abbauen. Und die neue Anlage entspricht bereits der Firmenstrategie, mit der sich K+S am Markt in den kommenden Jahren behaupten möchte: Weg vom schwankenden Geschäft mit Standard-Kaliprodukten, hin zum lukrativen Handel mit Spezialprodukten wie hochreinem Kaliumchlorid.