Die Krim ist weiter ein intergraler Teil der Ukraine, erklärt der ukranische Regierungschef Arseni Jazenjuk trotzig bei der EU in Brüssel. Das glaubt er wohl selbst nicht. Spätestens nachdem das Krim-Parlament den Anschluss an Russland beschlossen hat, ist klar: Die Krim ist für die Ukraine verloren. Durch die russische Invasion, unterstützt von der Mehrheit der Bevölkerung wurden Tatsachen geschaffen, die praktisch unumkehrbar sind.

Damit müssten auch besonnene, namentlich deutsche Politiker, die sich von Verhandlungen noch ein Entgegenkommen des Kremls versprochen haben, vom Glauben an den Erfolg von Diplomatie abfallen. Wie auch immer Sanktionen aussehen: Die Unverfrorenheit, mit der sich Russland einfach fremdes Territorium einverleibt, kann nicht ohne Konsequenzen bleiben. Sonst wird das Beispiel Krim an Russlands Rändern Schule machen, zum Beispiel in Moldawien.