Die schwarz-rote Koalition in Sachsen-Anhalt kommt nicht zu Ruhe. Vor den Kommunalwahlen im Mai knirscht es erneut gewaltig im Getriebe. Die Union drängt die SPD in die Defensive: In der Debatte um geplante Schulschließungen setzen sich die Christdemokraten von SPD-Kultusminister Dorgerloh ab und zaubern plötzlich neue Vorschläge aus dem Hut. Fast zeitgleich stellt CDU-Innenminister Stahlknecht das Personalkonzept für die Polizei in Frage und fährt SPD-Finanzminister Bullerjahn in die Parade.

In der CDU/SPD-Allianz hat sich viel Unmut angestaut, die Stimmung ist gereizt. Zwar beteuern die Spitzen beider Parteien, die Koalition bis zur Landtagswahl 2016 fortführen zu wollen. Und darum werden sie nach dem Krisengipfel betonen, dass alles halb so wild ist. Aber schon jetzt schauen sich beide Seiten nach neuen Partnern um. SPD-Chefin Budde liebäugelt mit Rot-Rot. Und in der CDU werden die Fühler zu den Grünen ausgestreckt. So werden sich CDU und SPD nur schwerlich wieder annähern.