Es hat sich schon etwas getan, wenn es um die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Arbeitswelt geht. Denn nicht umsonst verdient manche Vollzeitbeschäftigte in Sachsen-Anhalt mittlerweile mehr als ihr männliches Pendant.

Doch der Geschlechtergerechtigkeit ist noch längst nicht genügend getan. Es kann nicht sein, dass Frauen in vielen Firmen bei gleicher Qualifikation noch immer das Nachsehen haben. Hier muss ein Umdenken in den Personalabteilungen und Chefetagen einsetzen. Und auch politisch bleibt in Sachsen-Anhalt noch viel zu tun, gerade mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Land und Kommunen müssen - vielleicht auch in Kooperation mit Firmen - dafür sorgen, dass es mehr Kindertagesstätten gibt, die in Randzeiten geöffnet haben. Denn der Mangel an solchen Kita-Plätzen hindert vor allem alleinerziehende und teilzeitbeschäftigte Frauen daran, eine gut bezahlte Vollzeitstelle anzunehmen.