Die antisemitischen und fremdenfeindlichen Straftaten nehmen immer weiter zu. Das ist mehr als ein alarmierendes Zeichen für ein Land, das sich eigentlich der Willkommenskultur verschrieben hat. Doch der Rassismus ist leider allgegenwärtig, auch wenn dieser nicht immer offen zutage tritt.

Er spielt sich viel in den Köpfen ab. Einige sind sich darüber vielleicht gar nicht bewusst. Aber mit abfälligen Begriffen wie "Kohle" für einen Schwarzafrikaner oder den "Fidschis" für Vietnamesen fängt Fremdenhass an. Es symbolisiert eine tiefe Abneigung, wird aber dennoch nicht nur an Stammtischen immer mal wieder verwendet. Stattdessen ist ein Aufstand des Gewissens aller gefragt. Es müssen keine Demonstrationen sein. Wie wir mit dem Thema umgehen, ist entscheidend. Ein Anfang sind sicher die zahlreichen Aktionen wie "Schule ohne Rassismus" oder "Zivilcourage gegen Rechtsextremismus". Das alles nützt aber nichts, wenn das Umdenken nicht in den Köpfen stattfindet.