Respekt! 13 Starter, 15 Medaillen, davon über die Hälfte aus Gold - bei einer solchen Bilanz, wie sie das junge, deutsche Paralympics-Team in Sotschi vorzuweisen hat, übertreibt Verbandschef Beuchler wirklich nicht, wenn er von "sensationell" spricht.

Auch wenn Vergleiche zu den Nichtbehinderten hinken mögen, weil die Weltspitze bei den Paraolympioniken nicht so breit ist und die Teilnehmerfelder in den verschiedenen Startklassen viel kleiner sind - 1,1 Medaillen im Schnitt pro Athlet, das ist und bleibt um Lichtjahre besser als 19-mal Edelmetall, das die 153 Mann starke deutsche Olympia-Mannschaft drei Wochen zuvor verbuchen konnte.

In sich gehen, Ansprüche überprüfen und einen Vergleich mit einer Paralympic-Siegerin wie Andrea Eskau ruhig doch einmal wagen, sollten auch die Spitzenathleten in Sachsen-Anhalt. Denn egal, welche Elle letztlich angelegt wird: Von der professionellen, nimmersatten, selbstkritischen und trotz allen Ehrgeizes stets fairen Ausnahmeathletin lernen, hieße in jedem Fall siegen lernen.