Die Auseinandersetzung um die Grundschulen geht in die Endphase. Für voraussichtlich 41 Einrichtungen ist in diesem Sommer Schluss, die ersten Bescheide landen heute in den Landratsämtern. Manche dieser Kleinstschulen haben nur 30 oder 40 Schüler, Tendenz fallend. Dass sich das Land von solchen Winzlingen trennt, ist vernünftig, auch wenn es die Betroffenen schmerzt.

Zugleich sendet Kultusminister Stephan Dorgerloh ein durchaus überraschendes Signal: Entscheidungen trifft er vorerst nur für dieses Jahr. Über Schließungen in den Folgejahren will er erst dann reden, wenn es soweit ist. Die Landkreise mussten zwar bis 2018 vorausplanen, doch diese Überlegungen liegen vorerst auf Eis. Sicher: Das nimmt in der jetzigen Situation Druck vom Kessel, viele Eltern werden sich nun zurücklehnen, weil die Planungen ihre Kinder nicht mehr betreffen. Für die Kommunen hat das freilich einen Nachteil: Die Zeit der Ungewissheit verlängert sich noch weiter.