Barack Obamas Europareise war auch dazu gedacht, die durch den NSA-Skandal aufgepeitschten Wogen zwischen den USA und den Europäern zu glätten. Das ist in den Hintergrund getreten. Inzwischen ist es die Dynamik der Krim-Krise, die die Bündnispartner wieder näher zusammenbringt. Gemeinsam wurde Russland deswegen aus der G-8-Runde suspendiert. Auch über dem weiteren Umgang mit Moskau steht das Gebot der Einigkeit, sollen Sanktionen nicht weitgehend wirkungslos verpuffen.

Ein solcher Gleichklang wie beim Ukraine-Konflikt wird in der transatlantischen Wirtschaftskooperation weiter gesucht. Der Handelsaustausch zwischen der EU und den USA ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Das geplante Freihandelsabkommen zwischen beiden Seiten ist noch heiß umstritten. Das ungelöste Thema bleibt auf der Agenda, ebenso wie die amerikanischen Abhörpraktiken gegenüber den Verbündeten.