Die osteuropäischen Nato-Länder sind wegen der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine in heller Aufregung. Die Allianz reagiert und schafft einen Schutzschirm. Im Baltikum soll etwa der Luftraum durch deutsche Jäger gesichert werden. Auch Polen und Rumänien hoffen auf Verstärkung durch Bündnistruppen in Größenordnungen. Doch ist dort zunächst nur Radaraufklärung vorgesehen - Nato-Generalsekretär Andres Fogh Rasmussen will keine Fußtruppen in Marsch setzen. Die Allianz ist trotz klarer Verteidigungssignale weiter um Ausgleich bemüht.

Immerhin hat die Nato in der Krim-Krise weiter zu sich gefunden. Für die Menschen im Baltikum wird jetzt klar, wozu sie dem Bündnis beigetreten sind. Diese Perspektive wird es für die Ukraine nicht geben. Das hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier vernünftigerweise klargemacht. Das Land muss sich erst finden, und eine Nato-Mitgliedschaft würde von Russland nur als Provokation empfunden. Politik