Es gibt tolle Schulgebäude im Land - doch es gibt auch grässliche. Da pfeift es durch uralte Fenster, während die Heizung auf höchster Stufe läuft. Enge Flure, schlechte Beleuchtung, klapprige Möbel signalisieren den Schülern: Hier geht es nicht um Wohlfühlen, Geborgenheit, Spaß am Lernen. Auch motivierten Lehrern dürfte es in derart tristem Ambiente schwerfallen, die Talente ihrer Schüler wachzukitzeln. Dass sich das Land vornimmt, mit Stark III Schulen und Kitas bis 2020 auf Vordermann zu bringen, ist da eine gute Nachricht.

Auch in Landesbehörden wäre einiges zu sanieren. Krippen, Kindergärten, Schulhorte und Schulen haben aber zu Recht Vorrang. Dass kleine Einrichtungen bei Stark III ausgeschlossen werden, ist bitter für diese und eine Einschränkung der kommunalen Selbstverwaltung obendrein. Aber: Da das Geld knapp ist, muss es dort eingesetzt werden, wo es den meisten Kindern zugute kommt. Und dies nicht nur heute und morgen, sondern noch in 15 Jahren.