Wieder einmal wird der Autofahrer zum Goldesel für die Mineralölkonzerne und Tankstellenunternehmen: Mit der Einführung des neuen "Bio-Benzins" E 10 wird Superbenzin teurer, um Absatzquoten einhalten zu können. In einem Dschungel aus staatlichen Vorgaben, umwelttechnischen Überlegungen und simpler Profitgier sitzt der Berufs- Pendler mit bedauernswerter Konstanz am untersten Ende der Nahrungskette.

Die Benzinpreistreiberei der vergangenen Jahre hat etwas Perfides – das Fehlen einer Alternative. Wer aufs Auto angewiesen ist, kann entweder verzweifeln oder resignieren. Noch vor fünf Jahren war die Zahl 1,50 an einer Zapfsäule unvorstellbar. Heute löst sie nur noch Stirnrunzeln aus. Man muss weder Prophet noch Pessimist sein, um vorherzusagen, dass der Gewöhnungs-Terror noch lange nicht vorbei ist. Irgendjemand will immer unser Geld.