Es ist, wie es ist: Wer ein neues Haus baut oder ein altes kauft, merkt oft erst spät, was er hätte besser machen können. Solche Einsichten sind meist mit Ärger verbunden, manche kommen einen teuer zu stehen. Und dann streiten Käufer und Verkäufer vor dem Kadi um astronomisch anmutende Summen. Es gibt keine feste Grenze, ab wann der Schadensersatz unverhältnismäßig hoch ist, sagt der Bundesgerichtshof. Aber es gibt ein paar Richtwerte, damit die Reparaturkosten den Wert des Grundstücks nicht überwuchern.

Die Entscheidung des BGH sollte auch Käufer von Immobilien an einige Pflichtaufgaben erinnern. Etwa, sich gründlich zu informieren. Offenbar ist nicht nur der ahnungslose Laie beim Hauskauf regelrecht ausgeliefert, wenn er sich allein auf das Gutachten des Verkäufers verlässt. Er sollte selbst einen Fachmann beauftragen. Und der Verkäufer kann einem viel erzählen. Eigene Recherchen sind Geld wert, ersparen viel Zeit und Ärger - und schützen vor Fehlentscheidungen.