Mit der Karte zur industriellen Tierhaltung in Sachsen-Anhalt heizen die Grünen die Debatte um die artgerechte Haltung von Schweinen und Geflügel weiter an - allerdings nicht auf konstruktive Weise.

Auch wenn die Öko-Partei nun immerhin darauf verzichtet hat, bestimmte Betriebe konkret mit Vorwürfen zu konfrontieren, schert sie Mastbetriebe mit ihrer sogenannten Transparenz-Offensive über einen Kamm, denn: Aus der Karte im Internet geht nicht klar hervor, ob die Tiere auf vorbildliche oder skandalöse Weise gehalten werden.

Es ist daher verständlich, wenn sich Landwirte zwar nicht persönlich, aber doch über ihren Berufsstand an den Pranger gestellt fühlen. Die Grünen vergiften so ohne Not das Diskussionsklima. Nachhaltige Vorschläge, wie Nutztierhaltung in Zukunft aussehen sollte, machen sie auch nicht. Besser wäre es, den Dialog mit den Bauern zu pflegen und mit ihnen gemeinsam etwas für das Tierwohl zu tun.