Die Kosten für die unkoordinierte Energiewende laufen aus dem Ruder. Und die paar Stellschrauben, die Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bewegt hat, reichen nicht, um das zu ändern. Deutschland flutet den europäischen Markt mit Billigstrom, den der deutsche Verbraucher bezahlt. Die Energiewende hat schon in der ersten Beschleunigungsstufe Kapital vernichtet. Die Energieversorger und damit auch Länder und Kommunen haben viele Milliarden Euro und Arbeitsplätze verloren.

Viele Millionen Euro Förderung des Landes Sachsen-Anhalt sind verpufft, als die subventionsgetriebene Solarblase platzte. 10 Milliarden Euro hat der Verbraucher 2013 gezahlt, weil Sonnenstrom dort produziert wird, wo die Sonne nicht scheint. Demnächst werden noch ein paar Cent extra fällig, weil ein Ministerpräsident aus dem Süden Windstrom dort produzieren will, wo der Wind nicht weht. Die Energiewende folgt keiner Planwirtschaft. Schlimmer: Es gibt keinen Plan, sondern nur politische Einzelinteressen.