Die Botschaft des Weltklimarates überrascht: Die weltweite Energiewende soll nicht die Welt kosten und sogar bei gleichzeitigem Wachstum möglich sein. Und noch eines ist interessant: Die Wissenschaftler des UN-Gremiums kehren von ihrer Fünf-vor-zwölf-Rhetorik ab. Offensichtlich wollen sie den Fatalisten Mut zusprechen, die eine weltweite Energiewende zumindest vorerst für nicht realistisch halten.

Die Deutschen dürften angesichts solcher Botschaften etwas abgeklärter sein: Das Umsteuern auf Energie aus Sonne und Wind ist zu einer milliardenschweren Belastung geworden - nichts da mit "Kostet nicht die Welt". Die Rechnung des einstigen Grünen-Chefs Jürgen Trittin, die Energiewende koste die Bundesbürger nicht mehr als eine Kugel Eis, klingt heute wie ein Witz aus der Mottenkiste. Unterm Strich bleibt vorerst eines: Die Genfer Klimaberater attestieren den Deutschen, auf dem richtigen Weg zu sein. Ob die Kostenrechnung der Genfer wirklich aufgeht, da ist höchste Skepsis angebracht.