Im 25. Jahr nach dem Mauerfall stehen jetzt die Strukturen der Aufarbeitung des DDR-Unrechts auf dem Prüfstand. Die Zahl der Außenstellen der Stasi-Unterlagenbehörde soll verringert werden. Eine Überführung der Akten an das Bundesarchiv Ende des Jahrzehnts wird erwogen. Beides ist konsequent, wenn man in Betracht zieht, dass die Zahl der Überprüfungen und die Anträge auf Akteneinsicht im Vergleich zu den 1990er Jahren stark zurückgegangen sind.

Diese Veränderungen dürfen aber nicht das Ende der Aufarbeitung bedeuten. Immer mehr Nachgeborene wollen wissen, was mit ihren Familienmitgliedern passiert ist. Opfer suchen weiterhin in hohem Maße Rat. Zudem kommt als weiteres wichtiges Feld die Aufklärung hinzu. Die Bedingungen im SED-Staat mit ihren Ausformungen weit über die Stasi hinaus dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Hierfür ist ein erweitertes Profil notwendig. Kostenlose Fahrten für Schulklassen zu den Gedenkstätten sind da ein gutes Zeichen.