Mansfeld-Südharz leidet in Sachsen-Anhalt unter besonders hoher Arbeitslosenquote. Da ist es nur verständlich, dass der Kreistag Mifa mit inzwischen 770 Industrie-Arbeitsplätzen alle Unterstützung zukommen lassen will. Aber es hat ein gewisses Geschmäckle, wenn der Kreis mal eben sechs Millionen Euro mittels eines etwas verwegenen Immobilienankaufes hinüberreicht. Zu oft sind schon Kommunalpolitiker bei Geschäften im öffentlichen Interesse auf die Nase gefallen - zum Leidwesen des Steuerzahlers.

Es scheint nicht so zu sein, dass der Kreistag von Mansfeld-Südharz Informationen von unabhängiger Seite zur Situation bei Mifa bekommen hat, sondern nur vom Mifa-Vorstand selbst. Die Geschäftslage ist selbst für Experten schwer einzuschätzen. Öffentlich bekannt ist wenig. Würden die Mitglieder des Kreistags auch ihr Privatvermögen in den Mifa-Ankauf stecken? Vielleicht doch eher nicht. Hoffentlich geht das gut und die Mifa-Beschäftigten behalten ihre Arbeitsplätze.