Mit der reformierten Beitragsberechnung wird die Konkurrenz unter den Krankenkassen wieder stärker zum Tragen kommen. Zunächst halten sich die Versicherer mit konkreten Zahlen für 2015 zurück. Wer sich zu früh aus dem Fenster lehnt - so das Kalkül -, könnte später von anderen überholt werden und das Nachsehen haben. Doch die Signale aus der Branche sind eindeutig: Für das kommende Jahr werden die Kunden entweder so viel wie 2014 oder etwas weniger bezahlen müssen. Ganz wie es Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe der Öffentlichkeit versprochen hat.

Was in den Folgejahren passiert, wenn sich die Kassen auf die neuen Beitragsbedingungen eingestellt haben, läuft auf Erhöhungen für die meisten Betroffenen hinaus. Die Versicherten sollen ein Sonderkündigungsrecht erhalten, wenn Kassen zu sehr hinlangen sollten. Mehr hat die Bundesregierung zur Abfederung ihrer Reform nicht zu bieten - sie fährt nur auf Sicht.