Die Krise in der Ukraine, deren Erschütterungen weltweit ausgestrahlt haben, fokussiert sich wieder auf ihren Ausgangspunkt. Die diplomatische Sensation von Genf zeitigt ihre Wirkung. Augenscheinlich haben weder der Westen noch Russland - die ukrainische Führung sowieso nicht - ein Interesse an einer Verschärfung der Lage. Zwar lässt der russische Präsident Wladimir Putin die Möglichkeit eines Einmarsches offen, doch als Zeichen der Stärke braucht er das nicht. Er hat aller Welt Russlands Macht demonstriert, einschließlich der Demütigung der USA durch die Vorführung Edward Snowdens in seiner persönlichen Fernseh-Fragestunde.

Dass die Konfrontation nicht weiter führt, müsste nur noch den Aktivisten in der Ostukraine vermittelt werden. Die Regierung in Kiew ist dazu nicht in der Lage. Putin aber könnte sich nochmals vor die Kameras setzen und einen Appell an die prorussischen Brigaden richten: Es reicht, die Waffen nieder!