Blitzermarathons mögen ja als öffentlichkeitswirksamer Auftritt im Kampf gegen Raser gut funktionieren, aber verkehrserzieherisch sind solche PR-Aktionen mehr als zweifelhaft. Auch die Blitze aus dem Starenkasten zeigen oft wenig Wirkung. Im Gegenteil, die Akzeptanz solcher Tempokontrollen - wenn sie nicht tatsächlich vor einer Schule oder an einem Unfallschwerpunkt installiert sind - wird damit nicht gerade verbessert. Zumal kurze Zeit später eh wieder Gas gegeben wird.

Wirksamer sind ständige Kontrollen im Polizeialltag. Der Überwachungsdruck muss an jedem Kilometer Straße im Nacken sitzen. Sei es durch die modernen Videowagen, Mobilen Blitzer oder eben die Radarpistole. Das sofortige Anhalten der Verkehrssünder ist dabei sicher personalintensiv, zeigt aber die beste Wirkung. Die Polizei darf sich jedenfalls nicht immer mehr aus dieser Pflicht zurückziehen.