Langzeitarbeitslose brauchen auch in Zukunft staatliche und gesellschaftliche Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Stelle. Darüber sollte der leichte Rückgang der Arbeitslosenzahlen nicht hinwegtäuschen.

Eine neue Beschäftigung haben zuletzt jene gefunden, die leicht zu vermitteln waren. Etwa 40-jährige Facharbeiter, die sich noch bester Gesundheit erfreuen. Deutlich schwieriger sieht es aber bei jenen aus, die sogenannte Vermittlungshemmnisse aufweisen. Jene also, die bereits jenseits des 50. Lebensjahres sind, gesundheitliche Probleme haben oder nur über geringe Qualifikationen verfügen. Für sie ist und bleibt es schwer, Anschluss auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Ihnen sollte die Politik aber Perspektiven bieten, indem sie zum Beispiel Qualifizierungsmaßnahmen fördert und den sozialen Arbeitsmarkt ausbaut. Und auch die Firmen sollten überlegen, ob es nicht Sinn macht, in Zeiten des Fachkräftemangels älteren Arbeitnehmern mit viel Erfahrung eine Chance zu bieten.