Was die Lufthansa für Frankfurt oder München ist, sollte Air Berlin einmal für den neuen Willy-Brandt-Flughafen Berlin sein. Air Berlin sollte sicherstellen, dass der BER internationales Drehkreuz wird. Und dazu passte es, dass der Teilhaber Etihad den Kontakt zum Drehkreuz Abu Dhabi und Zielen in aller Welt herstellen kann. Bis heute weiß aber niemand, wann Air Berlin mit seinem Geschäftsmodell durchstarten kann. Denn ein Drehkreuz braucht die schnellen Umsteige- und Umlademöglichkeiten, die der BER versprochen hat und Tegel nicht bietet.

Die Verzögerungen kosten die angeschlagene Luftlinie sicher mehr als die rund halbe Milliarde Euro, auf die sie die Flughafengesellschaft verklagt hat. Wenn aber Etihad weiter zuschießen muss, droht die Gefahr, dass Air Berlin de facto kein europäisches Unternehmen mehr ist und Start- und Landeerlaubnisse verliert, oder die Pleite.

Ganz schlecht für Berlin und den Steuerzahler: Klaus Wowereit und sein Pannen-BER gefährden den eigenen Hauptkunden. Die BER- und Air-Katastrophe droht.