Die Freilassung der Geiseln in der Ostukraine zeigt, das Diplomatie auch in kriegerischen Zeiten funktionieren kann. Und dies ist offensichtlich erfolgreicher als militärische Einsätze, bei denen stets Tote und Verletzte zu beklagen sind.

Sicher ist auch, dass solch eine Operation nur gelingen kann, wenn alle Beteiligten mit am Tisch sitzen. Das war im Syrien-Konflikt so, und es hat auch jetzt geklappt. Und dazu gehören nun mal die Russen. Es hat aber auch deutlich gemacht, dass - trotz aller Dementis aus Moskau - Putin und seine Gesandten bei den Abtrünnigen das Sagen haben.

Die Bundesregierung muss sich Fragen gefallen lassen: Was hatten die Bundeswehrsoldaten eigentlich im Osten der Ukraine zu suchen? Zur OSZE-Mission gehörten sie nicht. Ähnliches gilt für die USA, die viele FBI- und CIA-Beamte dorthin geschickt haben. Wer Russland im gleichen Atemzug vorwirft, es operiere im Geheimen im Nachbarland, der torpediert die eigenen Friedensbemühungen.