Die Ukraine-Krise ist für die G-7-Staaten der Katalysator für eine weitere Energiewende: Weg vom russischen Gas, hin zu neuen Lieferanten und Ressourcen. Das Argument, dass die Russen selbst zu Sowjetzeiten zuverlässig an den Westen lieferten, bringt niemand mehr vor.

In aller Munde ist dagegen Flüssiggas. Über dessen Schiffstransfer von Amerika nach Europa hat Kanzlerin Angela Merkel bereits während ihrer Washington-Visite mit US-Präsident Barack Obama in der Vorwoche gesprochen. Nur fehlt in Deutschland bislang ein Terminal, an dem verflüssigtes Gas aus Amerika oder Arabien angelandet werden könnte. In Wilhelmshaven wurde ein solches privates Projekt aufgegeben.

Der deutsche Staat ließ es geschehen und will sich auch weiterhin nicht in Investionsvorhaben einmischen. Das stellte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel im G-7-Kreis klar. Wie eine strategische Kehrtwende in der Energieversorgung funktionieren soll, bleibt ein Rätsel.