Das 2013 in Kraft getretene Patientenrechtegesetz, das die Kassen verpflichtet, ihren Versicherten im Fall eines vermuteten Behandlungsfehlers beizustehen, zeigt offenbar Wirkung: Die aktuellen Zahlen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen belegen, dass sich deutlich mehr Patienten bei vermuteten ärztlichen Fehlern an Gutachter wenden - auch wenn die Zahl der festgestellten Behandlungsfehler leicht rückläufig ist. Dass die Statistik hier nur ein Schlaglicht wirft, dürfte allen Beteiligten klar sein.

Die aktuellen Daten dürften den Kassen somit auch Munition bei der anstehenden Klinikreform liefern, über die Bund, Länder und Große Koalition noch in diesem Monat reden wollen. Ein Kriterium für die Planung des Bedarfs an Krankenhäusern in Deutschland soll künftig auch die Qualität sein - wie auch immer sie zu messen sein wird. Geplant ist dabei die Gründung eines Qualitätsinstitutes, das die Leistung der Kliniken misst. Fest steht dabei schon jetzt, nur wer Qualität abliefert, hat als Klinik künftig Chancen, zu bestehen.